Buchvernissage

Samstag, 22. Januar 2022

17:00 h im Rest. «Wädi-Brau-Huus»

Fasnachtsikone und Buchautor

Walter «Cheesy» Tessarolo

präsentiert sein Fasnachtsbuch

«Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht / 50 Jahre NFG»

(Laudatio durch Historiker Christian Winkler)

Es gelten die zum Veranstaltungszeitpunkt gültigen BAG-Regelungen.


Das Buch zum NFG-Jubiläum

Nach rund sieben Jahren akribischer Recherche und digitalisieren tausender Negative der Wädenswiler Fasnacht meldet der Autor Walter «Cheesy» Tessarolo, dass sein Jubiläumsbuch gedruckt ist und ab der Buchvernissage vom 22. Januar 2022 für den Verkauf bereitstehen.
Aber was erwartet jetzt den Käufer und Leser? Ist es nun ein Bilderbuch mit Text, oder Lesebuch mit vielen Bildern? Das wird wohl in der Betrachtungsweise des Lesers liegen müssen. Mit Sicherheit ist es aber ein Zeitdokument, welches einerseits die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht und die 50jährige Geschichte der NFG behandelt.
Nachstehend einige wissenswerte Themen, die im Buch behandelt werden:

  • Schon das Titelblatt gibt einen eindeutigen Hinweis auf den Inhalt.
  • Wer war die eigentliche Patengesellschaft der nachmaligen NFG?
  • Wer brachte den Clown nach Wädenswil?
  • Personen, die die Wädenswiler Fasnacht und die NFG massgeblich prägten!
  • Quo Vadis Wädenswiler Fasnacht?
  • 464 Seiten pure Wädenswiler Fasnacht!

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Fasnachtsbuch, 464 Seiten, 58.50 SFr. (Versand per Post zzgl. 12.20 SFr.)

«Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht / 50 Jahre NFG»

Adresse

 

gilt als Bestellung mit Vorauskasse;

ZKB Wädenswil

Konto lautend auf Walter und Anna Tessarolo, Hütten

IBAN-Nr. CH28 0070 0110 0037 1578 9

Abholung an Vernissage, Auslieferung nach der Vernissage oder Abholung beim PaBa-Markt, di alt Fabrik oder Kauf im Kafisatz, Schönenbergstrasse 1.

Ein neues Standardwerk für die Wädenswiler Fasnacht

Quelle: Wädenswiler Anzeiger Januar 2022, Text und Bild: Stefan Baumgartner
 
Es war wahrlich dicke Post, die Autor Walter «Cheesy» Tessarolo auf der Redaktion vorbeibrachte: Ein Werk, so dick wie einst das PTT-Telefonbuch, Band Zürich Land, war; ein Almanach, ein neues Standardwerk für die Wädenswiler Fasnacht.

«Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht – 50 Jahre ‹NFG› Wädenswil» heisst der Titel, verfasst vom verbliebenen Gründer der nun 50 Jahre alt gewordenen Neuen Fasnachtsgesellschaft Wädenswil, die zwar nun nicht mehr ganz jung, aber eben immer noch «neu» ist.

In Teilen der Wädenswiler Bevölkerung herrscht immer noch die Meinung vor, dass Fasnacht im «Züribiet» keine Tradition hat, und wenn, dann höchstens aus den umliegenden Gebieten wie March und Höfe oder der Zentralschweiz importiert ist. So räumt der Autor mit diesem Irrtum schon auf den ersten Seiten auf und kann mit Hilfe von Dokumenten oder Notizen der stadtzürcherischen Obrigkeit eine lange, eigenständige Wädenswiler Fasnachtsgeschichte belegen.
Mit dem Niedergang der X-Gesellschaft in der 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts trat dann tatsächlich so etwas wie fasnächtliche Einöde ein, die so aber auch den Raum gab, Anfang der 70er-Jahre die Neue Fasnachtsgesellschaft zu gründen. Die Umstände der Gründung sind ebenso beschrieben wie erste Startschwierigkeiten und wie die neue Organisation «NFG» danach immer mehr Fahrt aufnahm und Wädenswil so wieder zu einer Fasnachtshochburg in der Region mit Strahlkraft in weite Teile der Schweiz und ins benachbarte Ausland wurde.
In der Folge werden im Buch Umzüge und Schnitzelbankfeste illustriert beschrieben, massgebliche Personen porträtiert und auch Erklärungen zu den jährlichen Plakettensujets abgegeben. Diese sind auch so etwas wie ein Spiegel der Geschichte Wädenswils. Umzugs- und Schnitzelbankgruppen werden ebenso gewürdigt, wie schillernde Personen. Auch die Fasnachtsbeizen, gewichtiger Teil einer funktionierenden Fasnacht, werden gewürdigt, vor allem auch die verschwundenen Hochburgen, wie etwa der wahlweise als «Blödsinn» oder «Promillhalde 4a» bekanntgewordenen Frohsinn an der Seestrasse (abgebrochen 1987/88).
Autor Tessarolo mit seinem epischen Werk.
Der Autor wäre nicht der, der er ist, wenn nicht auch kritische Töne Platz finden würden. So werden einige Zeilen einer Chefredaktorin des «Allgemeinen Anzeigers vom Zürichsee» gewidmet, deren Namen aber in Wädenswil nie mehr genannt werden soll (und da solidalisiert sich der Wädenswiler Anzeiger mit dem Autor). Und als weiteres Beispiel: Auch mit dem «gekröpften» Umzug auf verkleinerter Route konnte sich Tessarolo nie anfreunden.
Schade an diesem epochalen Werk ist, dass Typografie und die technische Bildqualität dem Wert des Buches nicht ganz gerecht werden. Umso mehr zählt der Inhalt.

Stimmungsvolle Buchvernissage

Der Bevölkerung wurde das Buch am Samstag, 22. Januar, anlässlich einer Vernissage im Restaurant Brauhuus im Einkaufszentrum «di alt Fabrik» vorgestellt. Historiker Christian Winkler hielt im prall gefüllten Wintergarten die Laudatio, vorgetragen als Schnitzelbank. Unter den Besuchern fanden sich auch zahlreiche Ehrenmitglieder der «Neuen Fasnachtsgesellschaft », «Mister Schnitzelbank» Kurt Schoch sei hier besonders erwähnt. Ihm und seinen Reimen ist im Buch ein eigenes Kapitel gewidmet. Dem Autor schliesslich war es auch ein Anliegen, all jenen Danke zu sagen, die zur Veröffentlichung seines Buches beigetragen haben.
 
Walter Tessarolo: «Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht – 50 Jahre ‹NFG› Wädenswil», herausgegeben im Eigenverlag, 470 Seiten, erhältlich im Kafisatz und im PaBa-Markt für CHF 58.50.

Historiker Christian Winkler hielt die Laudatio.



Die Fasnacht zum Nachlesen

Quelle: Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen Samstag, 22. Januar 2022 Text Dorothea Uckelmann, Foto Sabine Rock

Es gibt wohl kaum eine Wädenswiler Fasnacht, an der Walter «Cheesy» Tessarolo nicht teilgenommen hat. Der Gründer der Guggenmusik Wadin Schränzer, der Clique die Halb-Edle vo Wättischwil und Mitbegründer der Neuen Fasnachtsgesellschaft kennt viele aus 50 Jahren Fasnacht. Pünktlich zum Jubiläum der Neuen Fasnachtsgesellschaft hat er all sein Wissen und Fotomaterial in einem 500-seitigen Buch zusammengefasst. Darin erfährt man allerhand Legendäres und Lustiges über die Fasnachtsgesellschaft.

Urgestein der Fasnacht hält die närrischen Tage lebendig

Von den Anfängen der Fasnacht bis heute berichtet Walter «Cheesy» Tessarolo in seinem Buch.


Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht hat Walter «Cheesy» Tessarolo in einem Buch dokumentiert. Als eingefleischter Fasnächtler kommt er auch selbst darin vor.
«Wir müssten dann noch etwas machen für das 50-Jahr-Jubiläum.» So äusserte sich Christoph Lehmann, Präsident der Neuen Fasnachtsgesellschaft Wädenswil (NFG), vor zwei Jahren. Aus «etwas» wurde ein rund 500 Seiten dickes Buch. Am Samstag, 22. Januar, findet im Wädi-Brauhuus die Vernissage statt.
Das Fasnachtsurgestein Walter «Cheesy» Tessarolo hat in dem umfassenden Werk die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht zusammengetragen. Seine eigenen Erinnerungen, Zeitungsberichte und Artikel aus der Fasnachtszeitung dienten ihm als Grundlage. «Mein guter Freund und Mentor, der Historiker Peter Ziegler, fungierte als mein Lektor», sagt Tessarolo. Foto Hoffmann und Foto Tevy überliessen dem Autor ihre Fasnachtsbildarchive. «Zahlreiche Stunden verbrachte ich damit, die Negative zu digitalisieren und archivieren.»

Kein leichtes Unterfangen

Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht reicht bis ins Jahr 1844 zurück. Die Anfänge sind zwar noch nicht mit Fotos dokumentiert. Mit Inseraten aus den Archivbänden des «Anzeigers vom Zürichsee» belegt Tessarolo aber, welche Gaststätten Tanzveranstaltungen anboten. An die passende Verkleidung kam man mittels Kostümverleih.
Dann kam die Zeit, als sich Wädenswilerinnen und Wädenswiler formierten und 1873 beschlossen, verschiedene Anlässe und Umzüge zu bündeln. Das war die Geburtsstunde der X-Gesellschaft, die bis 1953 die Fasnacht in Wädenswil organisierte und mit ihren grossen Veranstaltungen prägte.
Unter dem Namen Märy Mäckers Gugge-Bänd spielten die Guggemusiker 1963, bevor sie sich in Sakkophonie umbenannten. Fotoarchiv: Walter Tessarolo

Bis über die Kantonsgrenze hinweg waren die Veranstaltungen der X-Gesellschaft bekannt. «Sogar aus Luzern reisten die Narren nach Wädenswil, um dem Spektakel beizuwohnen», sagt Tessarolo. In dieser Zeit geprägt wurde auch das Symbol der Wädenswiler Fasnacht: der Clown. Bis heute ziert er das Logo und die Plakette der NFG.
Doch die Durchführung der Fasnacht wurde auch von Krisen geschüttelt, wie Tessarolo in seinem Buch herausarbeitet. Während des Ersten Weltkriegs verzichtete man 1915 und 1916 auf den traditionellen Maskenball, und 1917 und 1918 verbot der Regierungsrat jegliches Fasnachtstreiben. 1919 verhinderte die Grippe-Epidemie die Fasnacht. Zehn Jahre später wurde der Kinderumzug wegen einer Scharlach-Epidemie abgesagt.

Präsident abgesetzt

Selbstverständlich erfährt der Leser, die Leserin auch alles über die Gründung der Neuen Fasnachtsgesellschaft, die 1972 ihren Anfang nahm. Mitglieder der Guggenmusik Sakkophonie waren daran wesentlich beteiligt, wobei die Initialzündung zur Gründung der NFG von Ennio Maspero und Cheesy Tessarolo kam.
Detailreich und mit Anekdoten gespickt beschreibt Tessarolo Legendäres aus der Geschichte der NFG. Zum Beispiel, wie Kurt Schoch alias «Nr. 25» mit einem Leiterwagen mit leeren Flaschen 1976 am Umzug mitlief. «Er kritisierte damit das Fernbleiben der Dorfvereine», berichtet Tessarolo. Mit Erfolg, denn anschliessend formierten sich immer mehr Fasnachtscliquen und auch viele Vereine lieferten Beiträge für den Umzug.
Als einschneidendes Ereignis beschreibt Tessarolo auch jenes Kapitel, als der 1975 amtierende Präsident an einer Sitzung durch Abwesenheit glänzte. Mitten in den Fasnachtsvorbereitungen wurde er kurzerhand abgewählt und durch Peter Schuppli ersetzt. Dieser behielt während 25 Jahren das Amt und sorgte mit seinen Ideen für ein reges Fasnachtstreiben in Wädenswil.
Am Fasnachtsumzug 1976 forderte Kurt Schoch alias Nr. 25 die Vereine zum Mitmachen auf. Fotoarchiv: Walter Tessarolo

Böögg mit eigenem Kapitel

Festgehalten wurden die Dorfpossen ab 1976. Damals erschien der erste «Anlüger vom Zürichsee». Kurze Zeit später fand die erste Schnitzelbank im Engelsaal statt. Ein eigenes Kapitel widmet Tessarolo in seinem Buch dem Mister Schnitzelbank und Böögg, Kurt Schoch. «Wenn er auf der Bühne stand, blieb kein Auge trocken», sagt Tessarolo, der bis heute einige Verse zitieren kann.
Die Wädenswiler Fasnacht sei schon immer eine politische gewesen. Schonungslos werden Fehltritte der Frauen und Herren Stadt- und Gemeinderäte durch den Kakao gezogen. Wehe dem, der keinen Humor versteht.
«Nach den Veranstaltungen traf man sich in den dekorierten Beizen, und so manch einer tauchte nach einem Besuch im berüchtigten Bermudadreieck, wo sich mehrere Bars und Restaurants befanden, erst nach Tagen wieder auf», sagt Tessarolo verschmitzt.

Mit neuen und alten Ideen

Nach Ernst «Grübi» Brupbacher wurde Christoph Lehmann 2013 zum 6. Präsidenten der NFG gewählt. «Solange Christoph Lehmann im Amt bleibt, besteht die Wädenswiler Fasnacht fort», ist sich Tessarolo sicher. Denn er habe tolle neue Ideen, scheue sich aber auch nicht, erfolgreiche alte Konzepte aus der Schublade zu holen, um diese neu zu beleben. Ihr 50-Jahr-Jubiläum kann die NFG nur reduziert feiern. Einige Anlässe sind abgesagt. Statt finden unter anderem die Beizenfasnacht, der Turnermaskenball sowie die Kinderfasnacht.

Buchvernissage «Die Geschichte der Wädenswiler Fasnacht/50 Jahre NFG», Samstag, 22. Januar, um 17 Uhr im Wädi-Brauhuus in Wädenswil. Ab Montag, 24. Januar, ist das Buch im Café Kafisatz für 58.50 Franken erhältlich.

Dorothea Uckelmann ist Redaktorin im Ressort Horgen. Ihre Schwerpunkte sind Politik, Bildung und die Bautätigkeit in der Region. Sie arbeitet seit 2005 im Journalismus.

Online Ausgabe, publiziert: 21.01.2022, 20:06

Der damalige NFG-Präsident Peter Schuppli stand 1994 als Putzfrau auf der Schnitzelbank-Bühne. Fotoarchiv: Walter Tessarolo