Anlüger vom Zürichsee

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Der "Anlüger vom Zürichsee" ist das halbamtliche Publikumsorgan der nfg. Geschichten aus dem Dorf und aller Welt finden hier Platz für ein Jahresrückblick der besonderen Art...

Bericht 2018: Was zum Schönerwohnen fehlt, liest man in der Fasnachtszeitung

Zürichsee-Zeitung Bezirk Horge

n Donnerstag, 8. Februar 2018 Text Dorothea Uckelmann

Über sinnige und unsinnige Bautätigkeiten in Wädenswil – und mehr – kann man sich ab sofort im «Gemeinen Anlüger vom Zürichsee» informieren. Die Fasnachtszeitung geht heute Donnerstag in den Verkauf. 

Wädenswil rühmt sich damit, als einzige Stadt der Schweiz kein Lichtsignal zu besitzen. Laut den Autoren des «Gemeinen Anlügers vom Zürichsee» macht dieser Umstand dem Stadtrat jedoch zunehmend grosse Sorgen. Fühle sich Wädenswil doch ohne eine derartige zivilisatorische Errungenschaft zu wenig ernst genommen. Daher habe der Stadtrat nun eine Testphase für eine Lichtsignalanlage gestartet, wie im «Anlüger » ab heute zu lesen ist. Doch offensichtlich generiert eine solche Ampel noch zu wenig Aufmerksamkeit und so haben sich die Stadträte weitere Bauwerke einfallen lassen, welche die Blicke auf Wädenswil ziehen könnten, wie Recherchen der Wädenswiler Fasnachtszeitung ergaben.

Eine Brücke für die Weglücke
Zu den grossen Würfen, die im letzten Jahr in den Köpfen der Stadträte gereift seien, gehöre zum Beispiel der Bau einer Hängebrücke. Not macht erfinderisch und so schlägt der Stadtrat «Janos Irne» eine Hängebrücke zur Schliessung der Lücke im Seeuferweg vor. Ein gefundenes Fressen für die Autoren des «Gemeinen Anlügers vom Zürichsee », die eine Länge von 750 Meter für die Brücke fordern, um zudem jeglichen Hängebrückenrekord zu brechen. Gebaut werden soll aber nicht nur in die Länge, sondern auch in die Höhe. Die Pläne für eine Hochhauszone in der Au, im Neubühl und im Reidbach hat der Stadtrat zwar versenkt. Die Fusion zwischen CS und UBS gebe aber dennoch Hoffnung für ein begrüntes Wohnsilo, wird im «Anlüger» erklärt.

Weniger grün sind hingegen die Blumenrabatten entlang der Kantonsstrassen in Wädenswil. Einen stillen Protest gegen die graue Tristesse vermuten die Schreiber der Fasnachtszeitung hinter den über Nacht gewachsenen Kreideblumen. Doch die Umsetzung der Ideen will bezahlt werden, was die Stadtväter und -mütter zur Einführung des Wädi-Foiflibers veranlassen könnte. Was es mit diesem auf sich hat, ist im «Anlüger» nachzulesen.

Auch den wahren Grund, warum Melix Feier aus Schönenberg Einsprache gegen die Eingemeindung erhoben hat, glauben die Schreiber zu kennen. Es müsse wohl an dem viel diskutierten «Scherbenhaufen» im Logo der Stadt Wädenswil gelegen haben. Nun liege es beim Stadtrat, «das unselige Scherbenlogo endlich zu beerdigen».

Stadtratstipp für Städtetrip
Sollte es trotz all dieser Verschönerungen die Bewohner Wädenswils in die Ferne ziehen, empfiehlt die Redaktion des «Anlügers» die Reisetipps des Stadtrats, der nun seine Angebotspalette erweitert und für die fehlenden Reisebüros in die Bresche springt. Erster Tipp für den Reisetrip: Prag.